Schulsport genauer betrachtet

Viele durchgeführte Studien zum Thema Schulsport kommen zu der enttäuschenden Erkenntnis, dass die empfohlene Stundenzahl von drei Stunden pro Woche, an vielen Schulen nicht erreicht wird.
Man hat festgestellt, dass im Durchschnitt jede vierte Stunde Sport ausfällt, zudem werden zahlreiche Stunden Sport von Lehrkräften ohne Sportausbildung übernommen.
Zu diesen nicht gerade ermunternden Tatsachen kommen auch noch räumliche Probleme hinzu. Vielen Schulen fehlt es dazu einfach an vorhandenen Gebäuden wie Turnhallen, Sportplätzen oder Schwimmhallen. So ist es Tatsache, dass an jeder 4. Schule in Deutschland weder ein Schwimmer- noch ein Lehrschwimmerbecken zur Verfügung steht.

Diese negativen Beispiele bezüglich des Schulsports haben bei vielen Jugendlichen dazu geführt, dass auch in der Freizeit kein Interesse an sportlichen Aktivitäten besteht.

Auswirkungen und Zukunft

Eines ist klar, der Schulsport sollte die ihm zustehende wichtige Rolle im Alltag der Schüler einnehmen. Bei den stattfindenden Stunden erfahren die Teilnehmenden wie bei den Aktivitäten Stress und Aggressionen abgebaut und zudem ein abwechslungsreicher Schultag aussehen kann. Außerdem bestätigen wissenschaftliche Untersuchungen diesbezüglich, dass sich aktiver Schulsport positiv auf die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit der Schüler auswirkt.
Bei stattfindenden Studien in den vergangenen Jahren wurde bei Schülern über einen Zeitraum von vier Jahren, die wöchentliche Stundenzahl von anfangs einer Stunde auf drei Stunden ausgebaut. Die Ergebnisse verblüfften sogar die größten Skeptiker: Innerhalb dieser vier Jahre nahmen die aggressiven Übergiffe auf andere Personen um mehr als die Hälfte ab. Das Schulklima war laut Aussagen von Lehrern und Schülern spürbar besser geworden, außerdem hatten die Schüler wesentlich mehr Lust in die Schule zu gehen als vor den Studien. Außerdem bekamen Schüler die unter Herz- und Kreislaufbeschwerden litten, ihre Krankheit besser in Griff. Übergewichtige verloren unübersehbar an Gewicht. Kraft, Kondition und Ausdauer entwickelten sich bei den meisten Teilnehmern positiv.